Die Gastgeber

Wir, die Inhaber der Studios KTIRAKIA, namens Babis und Ursula (Jg 1954/1955), sind seit über drei Jahrzehnten ein (griechisch-deutsches) Ehepaar und haben uns – nach zunächst acht gemeinsamen Jah­ren in Heidelberg – im Jahre 1989 hier in Griechenland sesshaft gemacht. Nach einiger Suche fanden wir unseren Traumplatz: ein 8.000 qm großes Hügel-Grundstück mit wunderschönen alten Olivenbäumen und bezaubernden Ausblicken.

Hier schufen wir eigenhändig unsere kleine Ferienanlage mit vier Studios, in denen wir seither Kurz-, Mittel- wie Langzeit-Urlauber beherbergen.


Vier Jahre lang bauten wir weitgehend allein zu zweit die beiden Häuser auf: In Ständerbauweise, mit Querverbretterung aus griechischem Pinien- und Zypressenholz an den Außenwänden und Rigipsplatten im Inneren. Selbst den Erdaushub samt dem Betonieren der Streifenfundamente sowie der gesamten Fundamentplatte haben wir - mittels Spaten und Schaufel, Betonmischer und Schubkarre - allein gestemmt.

In der Anfangsphase des Bauens war unser Anwesen noch nicht mit Strom versorgt. Das kam erst sehr viel später. Somit mussten alle Balken mit der Handsäge auf ihre richtige Länge gebracht werden. Manchmal tat es erleichternderweise die Motor-Kettensäge. Auch hatten wir keine Schrauben zur Verfügung. Die gab es zu unseren Anfangszeiten in Griechenland noch nirgendwo zu kaufen. So haben wir mit Riesennägeln die Häuser-Grundgerüste bis hoch zu und samt den Dächern zum Aufbau gebracht. Das war im wahrsten Sinne des Wortes der Hammer!

Während der vier Jahre Bauzeit hatten wir eine Altbauwohnung im nahe gelegenen Städtchen Gythio zur Miete, pendelten hin und her – allmorgendlich auf unser Land zur Baustelle und spät­nachmittags wieder heim in die Stadt. Wir hatten zwar im Vorfeld bereits ein kleines, optimal ausge­stattetes Gartenhaus auf unserem Grundstück errichtet – natürlich ebenfalls aus Holz -, das quasi unser Übungsstück im Holzhausbau war und das uns als gemütliche Baustellen-Unterkunft diente. Zum richtigen Wohnen war dieses aber entschieden zu klein. Und wie gesagt, gab’s ja erst mal noch keine Elektrizität. Gekocht wurde da mit Gas. Kühlschrankbe­trieb wie Licht gab es über eine 12-V-Batterie aus unserem nebenan installierten VW-Bus.

Abgesehen von dem reinen Aufbau der Häuser bewältigten wir noch jede Menge zusätzlicher Ar­beiten und Installationen. Wie etwa viele Meter Gräben ziehen für Wasser- und für Stromleitungen, für Abwasserrohre und Bewässerungsschläuche, unzählige Pflanzlö­cher ausheben für zusätzliche Bäume und Sträucher – und das alles bei einem Lehmboden, der an Dichte seinesgleichen sucht.
Zwischendurch waren zudem die Oliven zu ernten, der Frühjahrswildwuchs zu sensen (!), Bürokratisches zu bewältigen und gegen Behörden anzurennen, von der Kreditbeschaffung ganz abgesehen von der die Realisierung des Ganzen mit abhing.
Und was für ein Aufwand es war, all die vielen dicken Sichtdachbalken hoch droben an ihrer Stelle abzuschleifen, da wir sie man­gels Strom gezwungenermaßen in ihrem nur grob gehobeltem Zu­stand zu montieren hatten. Das vergesse ich nie! Denn ich, Ursula, war in unserem Arbeitsduo die Schwingschleiferin vom Dienst und stand da wochenlang Tag für Tag bei 38 Grad oder mehr Som­merhitze im Bikini mit Turnschuhen vor Schweiß triefend auf der Leiter, schluckte und atmete durch Haut wie Lunge gefühlt kilo­weise Feinstaub in mich hinein und kann es heute nicht mehr fassen, wie ich das durch- und ausgestanden habe. Die Freiluft-Schleiferei war dagegen ein Kinderspiel, wie man hier sieht.

Was hat uns das alles Kraft und Nerven gekostet …! Aber es half ja nichts. Da mussten wir durch und bauten und bauten und bauten – sogar die Möbel teilweise selbst, sprich Tische und Betten. Gottseidank war zeitgleich mit uns ein deutscher Schreiner nach hier ausgewandert und bei ihm gaben wir zumindest die vier Einbauküchen in Herstellungs­auftrag und ebenso die Treppen, die in die jeweilige Schlafgalerie der Ferienstudios führen. Und um der Wahrheit die Ehre zu geben, sind auch die Bodenfliesen nicht von uns, sondern von ei­nem deutschen Fachmann verlegt worden.
Im Juni 1993 war das erste der vier Ferienstudios fertig vermietbar. Die anderen drei wurden in ihrem Innenausbau erst noch nach und nach vollendet. Damit standen wir vor der Frage der Namensgebung. Babis setzte sich durch in seiner Überzeu­gung, “KTIRAKIA” sei passend. Das war das Toponym aus byzantinischer Zeit für die Siedlungszone rund um unser Anwesen und Babis fand es gut, das wieder aufleben zu lassen. Denn es bedeutet soviel wie “kleine Bauten”. Wie schwer auszusprechen das Wort für alle Nichtgriechen sein würde, das haben wir damals nicht bedacht und erst im Lauf der Dinge mitbekommen. Aber da war es dann zu spät für eine Namensänderung.

Die nächste Herausforderung war die der “Beschaffung” von Gästen. Woher nehmen im damali­gen Zeitalter ohne Internet? Ein werbendes Schild an der Hauptstraße erbrachte erste Erfolge, zudem eine Werbeanzeige in einem griechischen Unterkunftskatalog. Primiären-Gäste waren sowieso Freunde bzw. Verwandte. Es kam uns seltsam vor, von denselben Geld zu kassieren, aber wir hatten das Ganze ja nicht zum Vergnügen, sondern zu unserem Lebensunterhalt aufgebaut.

In den über 20 Jahren, die die Häuser nunmehr als Urlaubsunterkunft fungieren, haben wir wunderbare Menschen kennengelernt, viele davon als echte Freunde hinzugewonnen und mit ihnen Feste gefeiert. Insgesamt durften wir erfahren, dass die persönliche Ebene auf welcher wir unsere Studios unterhalten und der gelockerte Kontakt zwischen uns und den Gästen für alle ein Zugewinn ist und bereichernde Erinnerungen hinterlässt.

Es gibt bei uns kein Personal, das uns vertritt, abgese­hen von einer gelegentlichen Putzhilfe. Wir sind die einzigen und direkten Ansprechpartner und nicht nur das. Wir beraten auch gerne und geben Tipps für Ausflüge oder sonstiges. Und wenn die Chemie stimmt, dann laden wir auch mal zu uns ein auf ein Häppchen und / oder Weinchen für nette Gespräche oder Diskussionen über Gott und die Welt samt Griechenland mit all seinen Facetten.

Soviel zu unserer Geschichte als Unterkunftsbetreiber.
Wir freuen uns, dass Sie unsere Anlage entdeckt haben und freuen uns, wenn wir Sie bei uns begrüßen dürfen.

Es grüßen Sie

Ursula & Babis

Wir bieten zudem

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